Das Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Vienenburg in seiner jetzigen Form, ist in mehreren Etappen entstanden. 1975 erfolgte der Bau des ersten Abschnitts, die Fahrzeughalle. Der Rat der Stadt Vienenburg entschloss sich, das einige Jahrzehnte alte Haus an der Radaustraße, durch einen kompletten Neubau zu ersetzen. Mussten doch im alten Haus die Fahrzeuge die Halle durch ein Tor verlassen, so standen nach Herstellung der neuen Fahrzeughalle sieben Tore zur Verfügung. Grund hiefür war eine Aufgabenerweiterung der Feuerwehr Vienenburg, unter anderem auch im Bereich des Katastrophenschutzes. Die Fahrzeughalle wurde 1976 offiziell der Feuerwehr übergeben und noch im selben Jahr wurde mit dem Bau des Sozialtrakts begonnen. In dem zweiten Bauabschnitt, der 240 qm² Grundfläche mit 700 m³ umbauten Raum umfaßt, wurden an Funktionsräume geschaffen: Schulungsraum, Teeküche, Sanitätsraum, Dienstzimmer für den Ortsbrandmeister, WC/Duschen, Umkleide- und Garderobenraum. Die offizielle Schlüsselübergabe erfolgte im Februar 1978. Somit hatte die Feuerwehr Vienenburg seinerzeit ein sehr modernes und fortschrittliches Gerätehaus. Die Unterkunft leistete drei Jahrzehnte gute Dienste und entsprach dem Standard der damaligen Zeit. Im Jahr 2004 war es jedoch notwendig auf Grund von Platzproblemen einen Anbau von rund 65 m² Grundfläche herzustellen. Diese Grundfläche teilte sich auf in drei Räumen. Der letzte Anbau, welcher komplett durch Eigenleistung und Spenden finanziert wurde, erfolgte im Jahr 2009. Auf dem Rasenstück wurde eine neue Halle für das Rettungsboot und dem Mehrzweckanhänger gebaut.

Nach der Fusionierung der Städte Vienenburg und Goslar Anfang 2014 wurde der Bedarf für ein neues Feuerwehrhaus erkannt. Momentan stellt sich die Situation so dar, dass die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sich direkt hinter den Fahrzeugen umziehen müssen und somit den Abgasen der Fahrzeuge schutzlos ausgesetzt sind. Es gibt keine Abgasabsauganlage. Des Weiteren stößt das Gerätehaus räumlich an seine Grenzen, da kein Platz für zusätzliche Spinde der neuen Kameraden vorhanden ist. Hinzu kommt, dass es keine separaten Umkleidemöglichkeiten für die Feuerwehrfrauen gibt und der gesamten Einsatzabteilung keine Duschen zur Verfügung stehen.

Was auf der einen Seite erfreulich erscheint, bringt auf der anderen Seite jedoch weitere Probleme mit sich. So freut sich zwar die Feuerwehr Vienenburg auf zwei neue Fahrzeuge in 2017 und 2018, jedoch sind die neuen Fahrzeuge so hoch und breit, dass sie kaum noch in das Gerätehaus passen.

Zur Stärkung des Ehrenamtes und als starkes Zeichen hierfür sollten sich Politik, Verwaltung und Feuerwehr über die große Verantwortung im Klaren sein und den Umbau weiter vorantreiben. Ziel hierbei sollte die gemeinsame Zusammenarbeit aller Beteiligten sein.

Zum Seitenanfang